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[ABC.Etüden 51.52.18] Gott ist ein Berliner

Weihnachten steht vor der Tür. Statt zu sinnieren ob ich es hereinlassen solle wird es doch besser wieder Zeit für eine Etüde, eine weihnachtliche.

Die von Christiane angeregte Wortspende für die Wochen 51 + 52 des Schreibjahres 2018 stiftete dergl von Die Tintenkleckse sehen aus wie Vögel. Vielen Dank an beide. Ihre Wörter lauten:

Regenbogen
transparent
bluten.

“Vor Gott sind eigentlich alle Menschen Berliner” sprach, behauptete, unterstellte, überraschte und provozierte einst der Fontane Theodor. Ich wusste es doch. Irgendwie. Ich las diese Wort in der Bahn, und es öffneten sich meine Augen und vor diesen, nun geweiteten, erschienen mir Erklärungen. Wurde doch nun alles transparent und bestätigte was ich selbst schon immer mutmaßte. Vor Gott sind wir alle Berlin. Natürlich sind weder die Berliner U-Bahn noch ich unparteiisch in diesem Punkt.

Also lass’ mich diesen Gedanken einmal weiterspinnen:

Gott: René? René? René?

Icke: Mein Gott! Was ist denn los?

Gott: Weißt du was mir wirklich am Herzen liegt?

Icke: Kranzgefäße?

Gott: Ähm, ja bestimmt auch diese. Aber schau mal in die weiten Weiten über die hügligen Höhen. Dort am Ende des Regenbogens, dort liegt Berlin. Eine tolle Stadt. Meine dortige Kreation an Eingeborenen ist mir auf eine Art sehr gelungen, macht mich auch stolz. Ja, sie sind dort etwas eigen, aber sie sind ehrlich, das war mir wichtig. Ich habe hier mal eine neue Art direkter Offenheit ausprobiert. Allerdings war ich bei der Fähigkeit etwas nachlässig angefangene Dinge, ein Flughafen zum Beispiel, bis zum Ende zu bringen. Dafür können die quatschen, ich sag es dir. Bis die Ohren bluten oder du schreiend weg läufst, je nachdem was früher eintritt.

Ich werde den Berliner an sich mal von einer Berlinerin zusammenfassend beschreiben lassen:

“Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht – aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können!” (Anneliese Bödecker)

Icke: Ja, das klingt vertraut. Aber jetzt lass uns gehen, es fängt an zu nieseln.

Auf Grund des Regen bogen wir dann ab, um uns irgendwo unterzustellen, und um das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen.

René

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